Auch in diesem Jahr wurde am Fre­itag, 27.07.2018 ein Aus­flug, für die Azu­bis der helag-elec­tron­ic gmbh organ­isiert. Um 7.00 Uhr trafen wir uns mit unseren Aus­bil­dungscoach­es auf dem Mitar­beit­er­park­platz. Die eigens erstell­ten Fahrge­mein­schaften trans­portierten alle Teil­nehmer an den Her­ren­berg­er Haupt­bahn­hof, um mit der Bahn in die Lan­deshaupt­stadt zu fahren. Die Sonne kam zum Vorschein und machte Hoff­nung auf einen war­men und nieder­schlags­freien Tag.

Nach­dem die Fahrt am Stuttgarter Haupt­bahn­hof endete, ging es zu Fuß Rich­tung Vorstadt. Hier war ein Besuch bei Exitgames geplant. Auf den nos­tal­gis­chen Park­bänken aus geschmiede­tem Eisen gön­nte sich der Trupp eine kurze Erhol­ung. Das nun über­flüs­sige Reisee­quip­ment, fand Platz in einem der Schließfäch­er.

Die für das Spiel notwendi­gen Betreuer erk­lärten das Spiel­prinzip der Escape Rooms. In Grup­pen eingeteilt, wur­den mit dem jew­eili­gen Betreuer im Schlepp­tau die Räume aufge­sucht und man machte sich als­bald mit der neuen Umge­bung ver­traut.

In den fol­gen­den 60 Minuten stand jed­er Raum unter Hochspan­nung, denn es galt keine Zeit zu ver­lieren und die Mis­sion abzuschließen. Ver­schiedene Szenar­ien soll­ten bewältigt wer­den, wie etwa das entschär­fen ein­er „schar­fen“ Bombe, find­en eines Gegen­mit­tels um die Aus­bre­itung eines Virus einzudäm­men oder die Reak­tivierung eines über­lebenswichti­gen Sauer­stof­f­gen­er­a­tors voranzutreiben. Auch gab es die Möglichkeit das ver­ma­chte Erbe der Groß­mut­ter wiederzubeschaf­fen oder dem aben­teuer­lichen Kapitän auf die Spur zu kom­men und Ihn wiederzufind­en. In dem Flair des 20ten Jahrhun­derts blieben wichtige Hin­weise unent­deckt. Die Betreuer waren eben­falls gefordert, uns Tipps und Anweisun­gen über ver­schiedene Kom­mu­nika­tion­swege zu über­mit­teln. Selb­st wenn man in der vorgegebe­nen Zeit nicht alle Hin­weise kom­binieren kon­nte, war den­noch der Spaß­fak­tor hoch und die Moti­va­tion hielt weit­er an.

Nach ein­er fordern­den Stunde, war es nun der Zeit sich auf den Weg zum Mit­tagsre­sort zu begeben. In dem nahegele­ge­nen Burg­er Restau­rant soll­ten wir unsere Pause ver­brin­gen und Kräfte für die darauf­fol­gende Grup­pen­führung sam­meln.

Mit der U‑Bahn ging es zum Süd­heimer Platz, um mit dem denkmalgeschützten Teakholzbähn­le unsere Tour zu starten. Bergauf mit der ersten deutschen Stand­seil­bahn, zauberte an so manchen Stellen Fasz­i­na­tion ins Gesicht. Als Teil des Stadt­net­zes ist die Bahn für alle zugänglich. Wenige Minuten später traf die, restau­ri­erte und über­ar­beit­ete Bahn vor dem Wald­fried­hof ein.

Im Jahre 1914 wurde der Fried­hof erschaf­fen und sieht einem Park ähn­lich. Die von Kün­stlern geschöpften Skulp­turen und Bronzes­tat­uen machen die Ruh­estätte zu etwas beson­derem. Ver­schiedene Per­sön­lichkeit­en der Stuttgarter Heimat­geschichte sind hier verewigt. Unter den in Stein gemeißel­ten Namen find­et man Robert Bosch und seine Gat­tin sowie die Grün­der des Bre­uninger Kaufhausim­peri­ums. Die vie­len Ehren­gräber der gefal­l­enen Sol­dat­en der zwei Weltkriege haben hier Platz gefun­den und Ihre Namen find­et man in gold­e­nen Let­tern auf angren­zen­den Mah­n­malen wieder. Einige hun­dert Meter ent­fer­nt liegt der zweite Fried­hof, welch­er auf ein­er alten Schützenan­lage eröffnet wurde. Die RAF-Ter­ror­is­ten (Baad­er, Ensslin und Raspe) hat­ten hier, trotz viel Kri­tik ein Grab am Ende des Fried­hofes erhal­ten.

Im Son­nen­schein führten wir unsere Wan­derung, auf dem bewalde­ten Blaus­trümpfler­weg nach Degerloch fort. An ver­schiede­nen Aus­sicht­splat­tfor­men ver­schafften wir uns einen Überblick der Stadt und erkun­de­ten die Wohn­vier­tel. In Degerloch bestaunten wir das Panora­ma auf dem „San­ti­a­go de Chile Platz“ und warteten an der angren­zen­den Hal­testelle auf die Zah­n­rad­bahn. Alle zehn Minuten befördert die, seit 1884 in Betrieb ste­hende Bahn, Fahrräder und Per­so­n­en auf den Haigst. Mit der „Zacke“ ging es dann abwärts zum Marien­platz.

Hier angekom­men beschaffte sich jed­er, in den dort befind­lichen Läden ein Erfrischungs­drink um sich den Rück­zug zu vere­in­fachen. An den Bahn­hof in Vai­hin­gen fuhren wir mit der U‑Bahn durch Stuttgart. Mit den öffentlichen Verkehrsmit­teln ging es wieder zurück nach Her­ren­berg um den inter­es­san­ten aber auch anstren­gen­den Tag gebührend abzuschließen.

Autor: Ste­fan Sand­has – IT-Sys­tem-Elek­tron­iker